Desktop Publishing damals und heute

Die deutsche, einfache Übersetzung für die Bezeichnung Desktop Publishing, kurz DTP, steht für „veröffentlichen vom Schreibtisch aus“.

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TP beschreibt global die Nutzungsoberfläche eines Computers und die Arbeit mit Dokumenten. Im Detail beschäftigt sich das DTP mit der Publikation von Akten, die am Computer mittels Textbausteinen und Bildern hergestellt werden. Durch die Unterstützung geeigneter und spezieller Software, sowie Hardware (Drucker, Scanner), werden Unterlagen zusammengefügt, erstellt und gestaltet, die später dann ausgedruckt in Form eines Magazins, einer Zeitung oder Kataloge, wie auch Bücher und als Broschüre zur Verfügung stehen können.

Die Vorraussetzung um mit einem DTP-Platz zu arbeiten ist ein Computer mit großem Bildschirm für die Erfassung der Dokumente. Eine Erweiterung durch Peripherien wie Scanner zur Kopie von Grafiken oder Fotografien sind von Vorteil. Weiterhin wird die entsprechende Software zur Erstellung von Layouts sowie ein Drucker benötigt. In der Regel wird der Drucker für die Korrektur der Unterlagen verwendet. Die Software ist in den meisten Fällen auf das Unternehmen und die damit verbundene Nutzung abgestimmt. Adobe (PageMaker, FrameMaker, InDesign, QuarkXpress) sind hier als Vorreiter für entsprechende Software zu nennen, aber auch andere Hersteller wie Microsoft „Publisher“ oder Pagestream bieten DTP-Software.

Vergleichbar ist das DTP mit den geläufigen Technologien der Printmedien- oder Druckvorlagenerstellung, da diese aus vielen fortfolgenden, fotografischen Arbeitsschritten erstellt wird. Printprodukte werden seit ca. 1992 ausnahmslos im Fluidum von Desktop Publishing angefertigt, allerdings ist die fotografische Technik mittlerweile fast ausnahmslos von der digitalen Verfahrensweise des DTP ersetzt worden.

DTP damals
Bereits Mitte der 60ziger Jahre wurde eine Vorstufe des DTP im Zusammenspiel mit einem Großrechner angewandt. Die Erfassung der Texte und die Bestimmung der Grafikplätze erfolgten in einer rückständigen binären Sprache mittels Lochstreifen. Innerhalb eines Belichtungscomputers wurden die Lochstreifen zügig eingespeist und per Blitzlicht die einzelnen Schriften sozusagen „abgeblitzt“ und so auf Filme exponiert, damit sie zur Druckformerstellung verwendet werden konnten. Ähnlich wie ein Fernschreiber ließen sich die 6-Kanal-Lochstreifen belichten und das Produkt weiterverarbeiten. Mit diesem System, (der bekannteste Hersteller ist Harris Intertype, USA) wurden große rationelle Satzherstelllungen angefertigt für die Massenmedien, wie Wochenzeitschriften (Playboy, Neue Revue etc.). Nach dem so erreichten Bilder– und Textseitenumbruch konnte man innerhalb eines Rotationsverfahren im Tiefdruck, hohe Druckauflagen in kürzester Zeit anfertigen. Die damaligen Fotosetzer waren die ersten Offline „Desktop Publisher“ seiner Zeit, die eine fotografische Zwischenstufe mittels Lochstreifensteuerung bearbeiten mussten.

Die Einführung des derzeit bekannten DTP wurde von den Firmen Adobe, Aldus, Apple und Linotype im Jahr 1985 erweitert und bis heute modernisiert. Seit Erfindung der Druckkunst durch Gutenberg vor 500 Jahren eine wahre Revolution der Technik.

DTP heute
Die entsprechenden Branchen, verwenden heute wieder den üblichen Begriff von Satz und EBV (elektronische Bildverarbeitung) und der Computergrafik. Die wesentliche Revolution des DPT besteht in der Einfachheit der Herstellung von Datensätze. Der Autor kann auf dem PC die Texte erfassen und formatieren. Danach müssen sie nicht erneut von „Setzer“ umformatiert und neu erfasst werden, sondern werden direkt in die spezielle Software eingespeist und von dort aus weiterverarbeitet. Hier wird das Dokument entsprechend der typografischen Vorlagen formatiert. Bis auf die abschließende Korrekturlesung, die in letzter Instanz immer noch vom Menschen vorgenommen wird, ist die Verarbeitung der medialen Gestaltung Computersache. In neuester Zeit werden so genannte Redaktionssysteme von größeren Verlage und Unternehmen eingesetzt, die das Erstellen der Printmedien noch stärker automatisiert. Die Entwicklung und der weitere Ausbau des DTP werden für die Zukunft auch in Bezug auf Webinhalte oder technischen Dokumentationen weiter ausgebaut und vereinfacht.

Kategorie: DTP

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